Es ist März und das Jahr 2019 ist schon zwei Monate alt.

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Do 28. Feb 2019
Manfried Huben

Wenn sie diesen Pfarrbrief in ihrer Hand halten, dann ist das „neue“ Jahr schon wieder 2 Monate alt und im Monat März liegen Karneval, Aschermittwoch, die Fastenzeit , aber auch am 20. der meteorologische Frühlingsanfang und am 31. der Beginn der Sommerzeit mit der damit verbundenen Umstellung der Uhren vor uns.

Haben Sie sich in der Silvesternacht etwas vorgenommen oder haben Sie es direkt unterlassen im Wissen, dass daraus sowieso nichts werden würde?

Wie dem auch sei, es kann uns allen gut tun, vor oder nach Karneval einmal inne zu halten und zu schauen, was aus meinen „guten Vorsätzen“ geworden ist, aber auch, was in diesem Jahr 2019 schon so alles passiert ist: In der großen weiten Welt, aber auch bei mir persönlich.

Vielleicht war es ja für Sie bisher ein schönes Jahr und sie freuen sich vielleicht auch schon auf Karneval und seinem närrischen Trubel; Vielleicht war es für Sie bisher aber auch ein schwieriges, ein weniger schönes Jahr.

Für alle, besonders aber für diejenigen von uns, für die das Jahr 2019 bisher weniger „schön“ war, spricht Jesus zu uns im Matthäusevangelium im Kapitel 11 die Verse 28-30:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“

Wenn es Ihnen oder einem Mitmenschen nicht gut geht, dann sind die gut gemeinten und tröstenden Worte Jesu vielleicht leichter gesagt, als getan.

Die Frage ist doch, wie diese Worte Jesu dennoch für uns lebenswirksam werden können?

Wenn man diese Worte Jesu liest oder hört, dann fällt einem als Erstes ein: Beten! Gott um seine Hilfe, um seinen Beistand bitten! Das ist immer gut, zumal er uns zusagt, dass Er uns Ruhe verschaffen will, Ruhe für unsere Seele.





Aber manchmal scheint auch das nicht auszureichen. Wenn hadern und zweifeln unser Leben bestimmen, was kann dann noch helfen, um die Plagen und schweren Lasten des Lebens zu verkleinern, tragbar, erträglich zu machen?

Jesus schlägt vor, dass wir von ihm lernen sollen „gütig und von Herzen demütig“ zu werden. Auf unser Herz hören und auf andere zugehen.

Menschen, die wie Jesus Christus selbst, nicht vor dem Leid der Mitmenschen weglaufen, sondern sich dem Mitmenschen, dem es nicht so gut geht, zuwenden, ihr und ihm seine Zeit und seine Zuneigung schenken und dadurch ein Stück des Lebensweges des anderen mitgehen und teilen; - Sie sind auf dem richtigen Weg.

In unseren Dörfern und auch in der Stadt gibt es nicht wenige Häuser und Wohnungen in denen nur noch ein Mensch alleine und vielleicht auch vereinsamt lebt, als Single, als Witwe oder Witwer.

Seine Scheu überwinden, einfach mal an der Türe des Mitmenschen klopfen oder klingeln und einfach mal „Hallo!“ sagen, kann die Welt verändern, nicht nur die des Anderen, sondern auch meine Eigene.

Egal, wie das Jahr für Sie begonnen hat. Ich wünsche Ihnen allen von Herzen, dass es in ihrer näheren und weiteren Umgebung Mitmenschen gibt, die mit Ihnen auf dem Weg des Lebens unterwegs sind und Freud´ und Leid mit Ihnen teilen.

Und zudem wünsche ich Ihnen eine „tolle“ Karnevalszeit und danach auch eine „nachdenkliche“ Fasten-Zeit in der wir liebe-voll handeln und liebe-volles Handeln erfahren.

Es grüßt Sie herzlich, auch im Namen des Pastoralteams

Manfried Huben, Pastoralreferent